MedienKontakt mit Sigi Schritt
Shownotes
**Medienkontakt Podcast – Episode mit Siggi Schritt**
**00:00 Intro**
In der aktuellen Episode von „Medienkontakt“ begrüßt Andi seinen langjährigen Freund und Lokaljournalisten Siggi Schritt. Sie diskutieren über die Rolle der Medien im persönlichen und beruflichen Leben sowie die Herausforderungen und Erlebnisse im Lokaljournalismus.
**01:30 Kennenlernen**
Andi und Siggi reflektieren über ihre gemeinsame Vergangenheit, beginnend mit einer Reise nach Chicago vor 20 Jahren. Sie erinnern sich an verschiedene Begegnungen und Veranstaltungen, die ihre Freundschaft geprägt haben.
**05:30 Siggis Einstieg in den Journalismus**
Siggi erzählt von seinen frühen Erfahrungen mit Medien und wie Comics eine wichtige Rolle spielten. Seine Faszination für Reporterfiguren führte dazu, dass er in der Schule aktiv wurde. Er organisierte einen Schulstreik und wurde erstmals selbst interviewt, was seine Leidenschaft für den Journalismus weckte.
**15:00 Erste Schritte im Lokaljournalismus**
Siggi berichtet von seinen ersten Artikeln und der Herausforderung, als junger Journalist anerkannt zu werden. Er beschreibt die Anfänge seines Berufs und wie er in den Lokaljournalismus eingestiegen ist.
**24:30 Die Bedeutung des Lokaljournalismus**
Die Diskussion wechselt zu den Herausforderungen, junge Leser zu erreichen. Siggi betont die Wichtigkeit des Lokaljournalismus für die Gemeinschaft und die Notwendigkeit, relevante Themen aufzugreifen, die die Menschen wirklich interessieren.
**35:00 Finanzierung von Medien**
Hier wird das Konfliktthema der Finanzierung von Journalismus thematisiert. Siggi erklärt die notwendigen Schritte, die unternommen werden müssen, um Lokalzeitungen auch für jüngere Generationsgruppen relevant zu halten.
**45:00 Geschichten und Herausforderungen im Journalismus**
Siggi berichtet von verschiedenen Erlebnissen und Prüfungen, denen er als Journalist gegenüberstand, einschließlich der Notwendigkeit, unbequeme Wahrheiten zu veröffentlichen. Die Verantwortung der Journalisten, die Wahrheit zu berichten und gleichzeitig die Menschen zu schützen, wird betont.
**55:00 Glaube und Journalismus**
Im Gespräch über den Glauben in der Medienarbeit zeigt Siggi, wie wichtig ihm sein Glaube im respektvollen Umgang mit den Menschen in seinen Geschichten ist und wie dieser Aspekt seine Arbeit beeinflusst.
**65:00 Herausforderungen und Frustrationen**
Siggi spricht über die Herausforderungen innerhalb der Medienwelt, insbesondere über den Einfluss von Fake News und das Vertrauen, das in die Berichterstattung gesetzt wird.
**75:00 Learnings aus der Journalismuskarriere**
Die Episode endet mit Siggis wichtigsten Erkenntnissen aus seiner Karriere. Er spricht über Haltung, den Mut zur Extrameile, sachliches Denken und die Unersetzlichkeit persönlichen Kontakts im Journalismus.
**85:00 Abschluss**
Siggi bedankt sich für das Gespräch und die Möglichkeit, Einblicke in die Welt des Lokaljournalismus zu geben. Andi schließt die Episode mit dem Hinweis auf die nächste Folge und lädt die Zuhörer ein, den Podcast zu abonnieren.
**90:00 Outro**
Der Podcast endet mit einem Dank an die Zuhörer und dem Wunsch, über wichtige Themen in der Medienwelt im Dialog zu bleiben.
00:00:11 Willkommen beim Medienkontakt
00:01:05 Siggi Schritt im Gespräch
00:03:36 Der Weg in die Medien
00:08:51 Erste Erfahrungen im Journalismus
00:14:51 Die Herausforderung der Finanzierung
00:19:42 Zukunft des Lokaljournalismus
00:26:40 Unbequeme Geschichten erzählen
00:34:55 Vertrauen in die Medien
00:52:11 Kritik an der Medienwelt
00:52:29 Learnings aus dem Journalismus
00:56:35 Einfluss von Texten und Gesetzen
00:59:47 Abschied und Ausblick
Transkript anzeigen
00:00:07: Herzlich willkommen beim Medienkontakt, dem Podcast von Publikon.
00:00:11: Wir sprechen über Medien mit Medienmachern und Mediennutzern – über Erfahrungen im Journalismus in der Kommunikation und dem Creator-Dasein über Erlebnisse in der Medienwelt und Erfahrungen mit den Medien.
00:00:33: Dabei geht es nicht um schnelle Urteile oder Schlagzeilen, sondern um Einordnung, Reflexion und ehrliche Gespräche – persönlich, nahrbar und mit Haltung.
00:00:44: Für alle die Medien bewusster nutzen wollen, für alle die beruflich mit Kommunikation zu tun haben und für alle den Neugierig sind auf die Menschen hinter den Medien.
00:00:56: Danke fürs Reinhören!
00:01:09: einem Menschen gegenüber, den ich schon sehr lange kenne und schätze.
00:01:14: Siggy Schritt ist Lokaljournalist bei der Sükkerkreiszeitung.
00:01:19: Er schreibt über das was Menschen in seiner Region wirklich bewegt Alltag Politik Gemeinschaft
00:01:27: Und
00:01:28: Ich glaube er tut dass als jemand für Den auch Glaube und Haltung keine Nebensache Ist.
00:01:35: Siggy schön dass du heute dabei bist.
00:01:38: Herzlich willkommen!
00:01:40: Ja wunderbar, grüß dich Andi.
00:01:42: ich freu mich so, dass ich auch ein bisschen über meinen Beruf erzählen kann mit meinen Berufen und meine Leidenschaft.
00:01:49: Ja toll, danke schön.
00:01:51: Das wirst du sag mal wir kennen uns... Ich habe ja schon gesagt Wir kennen uns jetzt wirklich seit wie viel?
00:01:55: Also
00:01:56: was?
00:01:57: Na sei... wann haben wir uns?
00:01:59: Wir waren mal zusammen in Amerika.
00:02:01: Äh,
00:02:02: zwanzig Jahre kennen wir uns.
00:02:03: Wir sind zusammen mit der Kirche nach Chicago gefahren und haben mal geguckt wie die Willow Creek Gemeinde arbeiten.
00:02:10: Wie amis das so machen?
00:02:11: Ja!
00:02:12: Wir haben uns sicherlich irgendwo gesehen bei der Expo in Hannover vielleicht im Wal.
00:02:17: Sind wir uns begegnet bei Prochrist irgendwo?
00:02:20: oder vielleicht bei Jesus Haus bei der EXPO oder halt eben auch bei Christi will.
00:02:26: In Kassel zum Beispiel oder Bremen
00:02:31: Richtig.
00:02:32: Und dann waren jetzt, wann war das?
00:02:33: Im Dezember kurz vor Weihnachten die legendären Tage der Begegnung in Berlin wo junge Leute im Bundestag kommen mit Politikerinnen und Politikern sprechen und politisch Politik Luft, Hauptstadt Luft schnuppern.
00:02:48: Und du warst auch da, und da sind wir uns auf dem Weg gelaufen.
00:02:51: Ja genau!
00:02:53: Ich habe den abgeordneten Axel Knürich begleitet zusammen mit meiner Ehefrau was der so macht.
00:03:01: Wir haben ein paar Bilderchen gemacht und wir haben ein Paar Geschichten durchgesprochen.
00:03:07: Der hat gesagt ich muss unbedingt mitkommen.
00:03:09: Ähm, wo ich abends bin und dann denkt man Mann, Mann.
00:03:15: So ein Bundestags-Abgeordneter der kommt morgens um acht Uhr oder um sieben Uhr fängt er an Und um zwanzig Uhr ist immer noch nicht vorbei.
00:03:25: also die haben lange Tage und habe ich gedacht naja Wow!
00:03:31: Ich hab mich aber sehr gefreut.
00:03:33: Ja so sind wir wieder zusammengekommen Sehr geil
00:03:37: Super.
00:03:38: Wir sprechen in unserem Podcast Medienkontakt mit Medienmacherinnen und Machern, wie auch über die Frage, wie sie überhaupt zu Medien gekommen sind.
00:03:50: Und das ist meine erste Frage.
00:03:52: Sie geben mein unser erstes Thema.
00:03:54: Sag mal, kannst du dich eigentlich erinnern?
00:03:55: Wann hast Du zum ersten Mal gemerkt, Medien spielen in meinem Leben wirklich eine Rolle?
00:04:02: War da so ein Moment?
00:04:03: war das so ein Artikel oder irgendein Erlebnis?
00:04:07: Könnte man fast denken lange es war so nicht.
00:04:09: aber als Kind habe ich schon gemerkt, dass Medien für mich eine Rolle spielen.
00:04:15: Also ich bin ein riesiger Comic-Fan und viele meiner Helden waren selbst Journalisten oder sind's immer noch?
00:04:24: Klar kennt Superman war Reporter Peter Parker die Spinne.
00:04:28: Natürlich!
00:04:31: Dann wir gehen zu Wort Disney.
00:04:33: Mickey Mouse war einer Art Reporterdetektiv Und Donald oder Donald war Reporter zusammen mit Tick, Trick und Track.
00:04:43: Und zwar für eine Zeitung die dem Onkel Dagobert gehört den Kapital quasi.
00:04:48: also das war schon ziemlich cool.
00:04:53: der Donald war natürlich Reporter aber es gab keine nur so Rechercheaufträge, so Pylokalbenschichten, es gab da Keilskandelchen usw.. Aber irgendwie fand ich das toll und es gab damals auch so ein legendäres Heft-Upsies, das Ding mit einem Gimmick.
00:05:12: Da kann man schon sehen wie alt ich bin.
00:05:14: also das habe ich dann aufgekauft und da war die Titelgeschichte waren die Erlebnisse eines Fernsehteams Und die haben immer Chaos verbreitet.
00:05:26: Sie mussten aber immer senden und schnell irgendwo hinfahren, haben dort was erlegt... ...und am Ende klappte alles irgendwie!
00:05:35: Das kam nicht toll.
00:05:36: Großes Teamwork und das hat mich damals beeindruckt.
00:05:40: Aber es gibt natürlich noch mehr, wie der Weg in den Medien kam.
00:05:52: Und irgendwann hast du doch die Entscheidung getroffen, alles was du in den comics ich kenne die auch noch.
00:06:01: Jetzt die ausgabe nicht aber gibt's ja legendäre mit dem wie heißen die kleinen ficher da die man zum leben erbecken konnte.
00:06:09: Natürlich ja klar natürlich sehr und sagen wir aber okay.
00:06:16: und dann
00:06:17: du hast
00:06:18: Comics gerne gelesen, hast gesehen.
00:06:19: Da gibt es so einige Helden und da... Wie hat das in dir dann gewachsen irgendwie?
00:06:31: Es ist gewachsen!
00:06:33: Ich war jetzt zum Beispiel Gesamtschülersprecher.
00:06:35: In der KGS Bayer damals.
00:06:37: Das ist eine kooperative Gesamsschule mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium bis... Mit Oberstufel bis zum Abitur alles unter einen Dach.
00:06:44: Zwei tausend vierhundert Schüler.
00:06:46: Und da haben wir einen Streik organisiert, den ersten Schulstreik.
00:06:51: Damals ging es darum keine Abitur nach zwölf Jahren und das wollten wir nicht.
00:06:58: Da haben sie gesagt, dass das nichts bringt.
00:07:02: Dreizehn Jahre sind genau richtig!
00:07:04: Und plötzlich wurde ich selber interviewt und dann kamen da ein Zeitungsreporter.
00:07:08: Ich bin auch zu Nachbarschulen gegangen, und da habe ich einen Zeitungs- reporter gesehen.
00:07:12: haben sie auch den kennst du doch?
00:07:13: Da haben die mich gleich gefragt ob ich da gleich zur nachbarschule gehörte.
00:07:17: egal Aber das fand nicht nett.
00:07:20: Das fand ich lustig.
00:07:22: und in der oberstufe Da ist es auch so man probiert sich ja aus.
00:07:28: Es gab einen Anzeigen bleibt der heiße Draht verteilt, also verteilen ist nicht umsonst sondern dann musst du es da auch Geld bezahlen.
00:07:38: Aber die Anzeigen waren kostenlos und das war eine Mischung aus viele Anzeichen Autos und alles was das Internet sozusagen macht.
00:07:48: aber wir haben Klatsch von der Schule als Anzeige aufgegeben.
00:07:55: Das waren so persönliche Nachrichten und es konnte sein, dass ich pro Woche oder pro Ausgabe vielleicht bis zu fünfzig Nachrichten drin hatte.
00:08:05: Also das ist doch WhatsApp und so hat alles gar nicht gehabt.
00:08:08: Und das war immer mit dem Augenzwinkern, niemand wurde bloß gestellt.
00:08:14: aber es gab sofort Reaktionen auf den Schulhof und man kriegte so ein Gefühl von Wirkung was diese Geschichte, diese Nachricht bewirkt hat.
00:08:23: Für die Außenstehenden war das im Grunde genommen die Bezweilteine Insider.
00:08:27: Aber da konnte man sehen, man macht etwas und schreit etwas... ...und dann gibt es eine Wirkung!
00:08:31: Und ich hatte Spaß an Resonanz als Feedback oder diese Dynamik, die sich daraus ergeben hat.
00:08:38: Da gab es natürlich Reaktionen und so.
00:08:40: Das war schon der Spannungszeit ins kalte Wasser, dauerte noch?
00:08:49: Ja, dauert ja noch Ja.
00:08:52: Da muss ich wieder auch noch Oberstufe Kunsthalle enden, da waren wir vom Kunstleisenskurs und dann hat der mein Künstler gesagt so Wir machen jetzt hier ein zwei Wochen Vorbereitung aufs Abi Alles das was ihr in zwei Jahren Leisenskurse nicht gelernt habt.
00:09:09: Das lernen wir jetzt Und am Ende dieser Exkursion.
00:09:15: Ich weiß, ich glaube wir haben auch gebot irgendwie.
00:09:19: Wer schreibt freiwillig einen Artikel habe mich gemeldet und gesagt ja mach ich!
00:09:23: Ich hab schon mal in einem Reporter geredet, ich habe ungefähr eine Ahnung war natürlich Quatsch
00:09:27: aber
00:09:28: da habe ich dann versucht das ganze in Worte zu kleiden.
00:09:32: Ich glaube nicht dass diese Artikel gut gelungen ist.
00:09:34: Ich hatte viele Stunden dran gesessen Und der war groß.
00:09:38: Es gab auch ein Foto, das nämlich ein Gruppenbild von unserer Truppe... ...aber wir waren in den Enden was wir da gemacht haben und dann auf Fachbegriffe und so weiter.
00:09:47: Da hat er annehmen der Redakteur gesagt ja das will ich gar nicht haben und hat das irgendwie umgeschrieben.
00:09:54: Aber es war immerhin einmal das war die erste Artikel, das war toll!
00:09:57: Das wurde gedruckt Und wieder gab es so ein Gefühl, wie bei dieser Anzeigenzeitung das funktioniert wirklich.
00:10:03: Und dann
00:10:04: stand dein Name?
00:10:06: Zumindest mal der Name in der Zeitung.
00:10:08: Genau und mit acht,
00:10:10: zehn, neun, zehn Jahren.
00:10:11: Ja genau!
00:10:12: Dann fand die Lokalredaktion gut, dass ich überhaut, was geschrieben habe... ...und dann kam die Nachfrage, weil ist ja kleiner Finger ganzer Hand, willst du dich öfter mal etwas machen?
00:10:22: So da ging's für auf Einstieg in den Lokaljournalismus Und das fand ich toll.
00:10:29: Also, ich hab das Gefühl gehabt die Arbeit wird da gewürdigt und so weiter, aber es war... Wenn ich heute rüber gucke in den Artikeln, das war nix!
00:10:38: Das waren nett, aber also ... Es wurde jedenfalls gedruckt, aber es war noch eine Zeit lang.
00:10:44: Es war so dass man die Manuskripte noch mit Schreckmaschine geschrieben hat und das man überhaupt nicht mehr, dass man Fehler auch schlecht wieder zurücknehmen konnte.
00:10:55: Und es gab dann noch so Setzer, die das gesetzt haben ja und manchmal konnten sie vielleicht auch nicht die Rechtschreibung.
00:11:01: Dann war das halt ebenso.
00:11:03: Also dann gab's einen Fehler.
00:11:07: Die Frage ist ja, wie ist es mit der Zeit?
00:11:09: Zeit und Wirkung.
00:11:10: Dann lässt man Fehler halt eben drin und schaut das das nächste Wort dann richtig ist oder so.
00:11:15: Also das war so die... Das war jedenfalls die Zeit.
00:11:21: Ja aber jetzt.
00:11:22: Und dann bin ich aber so langsam reingedachsen und dann kam ich plötzlich auch am Stand auch längere Sachen gemachten.
00:11:29: Aber hast du heute noch, sag mal erlebst du heute so junge Leute mit achtzehn-neinzehn Jahren die so ähnlich zum ersten Mal Zeitungsluft schnuppern und dann merken, wow das hat mich jetzt irgendwie gepackt.
00:11:48: Ja, das sind Praktikanten teilweise, die ganz taghaft den Weg zur Zeitung versuchen zu finden und ich weiß ja nicht wie ich mich da gefühlt habe Und da hat mich niemand an die Hand genommen und gezeigt, hier so geht das noch.
00:12:02: Hier macht das und liefert was ab und machen für dieses Ergebnis muss irgendwie pünktlich sein!
00:12:07: So...und heute wenn jemand zum Praktikum macht, der z.B.
00:12:12: nur die Zeitung kennenlernen will, also ein Mädchen, dann kann ich mich erinnern, die war vierzehn- und hat sich einmal, ich sag mal, die waren mir jetzt so ein Anzeigen.
00:12:22: Praktikum gemacht, bei den Anzeigenabteilungen, Vertrieb, Social Media und so weiter.
00:12:28: Das hat die gemacht auch gut und war genau am letzten Tag bei mir.
00:12:32: Und dann habe ich gesagt man das ist also die Wahl ganz peach und also ein eigener Schülerin Und ich merke dir schon, ach bitte kann man was anfangen.
00:12:46: Die ist geistig da ganz gut auf der Höhe.
00:12:50: und dann habe ich sie zu einem Tarnin mitgenommen.
00:12:51: und dann hab' ich gesagt du, da is die Bürgermeister-Stellvertreterin!
00:12:58: Hier ist irgendwas, frag doch mal ein paar kritische Fragen.
00:13:01: Ich hab ihr so einen Kontext erzählt, was fällt dir sonst noch so ein?
00:13:05: Was fällt dir hier auf?
00:13:07: Und habt ihr dann den Boden bereitet, selber nachzudenken und ein paar Fragen zu entwickeln?
00:13:13: Nicht also Friedesfreude Eierkuchen sondern was läuft.
00:13:16: das könnte hier vielleicht das Problem sein.
00:13:19: Das möge sie erfragen und wie die Antwort sozusagen ist.
00:13:22: Äh, egal wer es war und am Ende ich meine dann muss man auch überlegen.
00:13:27: Ähm, vierzehn Jahre oder vielleicht einmal also fast fünfzehn.
00:13:31: Man macht so ein Trakti drum und man spricht da mit der Stellvertreterin des Bürgermeisters.
00:13:37: Das ist schon was!
00:13:38: Und das gefiel mir gut und habe mich gesagt mach doch mal wenn du wieder, wenn du bisschen älter bist, dann kommst du wieder... ...und ja so war's dann noch.
00:13:47: Also sie ist dann später wiedergekommen und hat auch ein Praktikum im Bundestag gemacht.
00:13:51: Genau wie gesagt, also jetzt machst du gerade Abitur und entwickelt sich davorragend.
00:13:58: Du bist ja schon einige Jahre im Lokaljournalismus ne?
00:14:04: Und bis derjenige den ich so kenne wenn ich an Lokal-Journalismus denke den ich ja super schätze Und über die Jahre immer mehr Schätzen gelernt haben, weil er ist ultra wichtig für jede Region überhaupt.
00:14:21: Erreichst du viele junge Leute mit dem Lokaljournalismus?
00:14:26: Man hat so das Bild im Kopf!
00:14:28: Die Lokalzeitung, ja die abonnieren noch die weiß ich nicht U-Sechzig Leute und dann hast du die Challenge wie erreicht man junge Leute mit lokalen Themen?
00:14:39: interessiert das überhaupt oder folgen wir nur irgendwelchen Content creators Influencer aus Hollywood und Los Angeles.
00:14:49: Wie siehst Du das?
00:14:50: Wie läuft das bei euch?
00:14:52: Die Frage, die ja hintersteht ist ja wie finanziert sich diese ganze Geschichte?
00:14:56: also wenn du jetzt sagst Zeitung.
00:14:59: Also ich bin natürlich lokalreporter Ich glaube an das Produkt Zeitung, ich finde Zeitungen ganz toll wenn es knistert Wenn die Blätter so knistern... Ich find das toll.
00:15:11: und aus dem Grund auch noch dass ich nachdenken muss Wie die Wörter, also wie die Sätze so sind und ich muss genau gucken.
00:15:27: Ja, wie schreibe ich es denn auch?
00:15:29: Denn es kann sein... Also nur wenn ich ein Komma zum Beispiel nicht setze bei vier Wörtern gibt das einen anderen Sinn.
00:15:37: Er will sie nicht.
00:15:39: Ganz einfache Satz!
00:15:40: Wenn das Komma da ist, ist es ein anderer Sinn als wenn das Kommas weg ist.
00:15:45: Und genau so ist es, man hat dann eine hohe Verantwortung, weil man ja über Menschen schreibt.
00:15:50: Jetzt schreiben wir mal über einen Schüler oder jemand, der nicht so ein tolles Projekt macht aber vielleicht der irgendwie flöpsige Sätze sagt und da muss man gucken und sagen, naja, willst du wirklich das mit solchen Sätzen in deiner Zeit umstehen?
00:16:05: Oder wegen einem Firmschef, der ordentlich Schimpft über die Konkurrenz oder was weiß ich nicht alles?
00:16:11: Sollte ich das wirklich so schreiben... Möchtest du es wirklich so machen?
00:16:16: Ich kann mir vorstellen.
00:16:19: Da ziehen dir die Leute, die ziehen dich da irgendwie lang und dann muss man auch mal prüfen und man muss sich einige Leute vor sie selbst schützen und auch mal nachfragen ob man das auch wirklich so will.
00:16:33: Und jetzt nochmal zur eigentlichen Geschichte.
00:16:37: Es ist eine Frage der Finanzierung.
00:16:40: Zeitung wird funktionieren.
00:16:41: bei uns funktioniert Sie Der Amt zwar Auflagen Rückgang, aber trotzdem Gewinne werden noch gemacht.
00:16:48: Das kann ich so sagen.
00:16:51: Denn sonst wird es eine Zeitung auch nicht mehr geben.
00:16:55: Allerdings sind die immer so hoch wie früher, wo eine Zeitungen auch so eine Gelddruckmaschine war.
00:17:02: Aber die läuft... Wir haben jetzt zum Beispiel mein Arbeitgeber hat in einer neuen Rotation ... Also das ist die Druckmaschine investiert und er glaubt an Print, muss man mal so sagen.
00:17:15: Und ich auch!
00:17:16: Also ich glaube das wird doch weiter funktionieren.
00:17:19: Aber trotzdem die jungen Leute sehen vielleicht nicht oder lesen vielleicht nicht die Zeit, aber sie gucken ja... Sie sehen die Geschichte auf Social Media, sie sehen die Geschichte anderswo.
00:17:34: also wir werden gelesen wie nie zuvor.
00:17:37: Also meine Sachen Recherchiere die Schreibe, die werden publiziert und weitergetragen.
00:17:46: Die Frage ist ja nur wer verdient da dran?
00:17:49: muss unbedingt Amerika oder Kalifornien daran verdienen?
00:17:53: Oder kann man es auch irgendwie der kann das auch hinkriegen dass wir die Gewinne dann wieder Deutschland bleiben damit damit in Qualitätsjournalismus investiert wird.
00:18:03: also das ist ja nicht die große frage wie macht man's?
00:18:05: wie finanziert mal Journalismus?
00:18:06: oder man sagt Wir machen das so, dass man nach dem Vorbild von ARD und ZDF Zeitungen oder Medienhäuser kreiert.
00:18:17: Das ist ja auch eine Möglichkeit!
00:18:18: Wie machen wir das?
00:18:20: Und da muss man sehen – leider gibt es Journalisten, die sagen, sie können nicht mehr von diesen Geheltern oder von diesem honoraren Leben.
00:18:32: Und das ist schon bitter.
00:18:35: Überwiegend freie Journalisten ...
00:18:37: Ja, falsch und wissen ja.
00:18:38: aber auch wenn man und einige die eingestellt sind.
00:18:41: Die werden auch nicht zu den Wahnsinnsgehältern angestellt sondern das sind so das sind Regelungsvereinbarungen wie man so hat.
00:18:50: Und dann gibt es eben Leute in die früher aussehen die Tarifvertrag Wie nach Tarifverkrank eingestellten wurden und da waren die Konditionen viel besser und diese und einige Verlage Sind aus der Tarifbindung ausgetreten.
00:19:07: Und was das letztendlich bedeutet für die Leute, ja also die wünschen sich auch, dass... Also auch die Nichttarifler, die möchten auch gerne, dass man ein bisschen mehr Geld in der Tasche hat.
00:19:20: Die Inflation geht nach oben und man will einen Ausgleich haben.
00:19:23: So muss man natürlich dann individuell verhandeln und das kennen nicht alle Leute oder wollen noch nicht alle leute und sagen ja okay da bleibe ich zufrieden oder sie wechseln?
00:19:32: Das ist sehr schade wenn man an diesem Punkt ist!
00:19:35: Also ist die Finanzierbarkeit ein großes Problem?
00:19:38: Richtig.
00:19:39: Trotzdem, Segi, mal kurze und knappe Frage hat Lokaljournalismus eine Zukunft aus deiner Sicht.
00:19:48: Ja ganz.
00:19:49: Und warum?
00:19:50: Okay, warum?
00:19:52: Du bist ganz nah an den Menschen, an den Orten, an dem Vereinen.
00:19:55: Die Frage ist ja... Was interessiert die Menschen natürlich?
00:20:02: Wie was die anderen sozusagen machen, jede Begegnung könnte ein potenzielles Thema sein.
00:20:08: Und wenn ich jetzt so sehe... Ich war für einige Jahre in dieser dreißigtausend Einwohnergemeinde weihetätigt Und da war jeder Besuch im Supermarkt.
00:20:26: Jeder Besuch, weil wir auch ein Gottesdienst oder bei irgendeinem Veranstaltung oder Arztbesuch oder was weiß ich, war plötzlich eine Begegnung und da konnte man einen Thema rausziehen, weil man natürlich auch ... Mit den Leuten schnacken kann.
00:20:41: man sieht auf Stimmung, man sieht auch Neuerungen und dann sagt man Mensch hast du das schon gesehen?
00:20:45: hier da ist ein neues Schild einer Straße was weiß ich keine Ahnung oder die Haus wird abgerissen.
00:20:50: Oder so wenn man witzelt so rum.
00:20:52: ja ne das interessiert mich gar nicht sowieso nicht habe ich bewegt ja dass und das was erzählt auch mal und so und dann hat man schon eine Geschichte in Aufträge.
00:21:01: also solange Menschen sich für andere Menschen interessieren ist der Lokal-Jewelismus immer up to date und ich kann, das habe mich immer versucht.
00:21:10: Ich bin immer aus den Lokalen gestartet und hab mir überlegt was würde in München auch interessieren oder warum würde dann jemand für diese Geschichte fünf Euro bezahlen?
00:21:22: Und dann habe ich hier, da habe ich, ich habe da immer, ich sag mal goldkreter Stimmung gehabt.
00:21:29: Das war einmal klasse!
00:21:31: Also... So ein Fahrer von einer katholischen Gemeinde, der ist, habe ich irgendwo mal erfahren.
00:21:42: Der ist auch im Knast.
00:21:44: und dann habe ich einen Besuch hier noch einmal.
00:21:45: Im Gotteswort Hinterschloss und Riegel war die Schlagzeile und das war riesengroßes.
00:21:53: Es gab im Grunde genommen nur so ein großes Poto auf der Tageszeitung.
00:22:01: Und dann auf Seite drei ist die ganze Seite in dieser Reportage.
00:22:05: Dann haben dann die Bankräuber von der Kubertsbank und eine Deutsche Bank ausgeraubt haben, Fidialen nochmal zweihundertfünfzig Liegestütze gepumpt bevor ich das Foto überhaupt machen durfte.
00:22:19: Die waren gesagt, sie sind nicht schuld oder so im Gefängnis.
00:22:24: Aber letztendlich habe ich dann ein Einbild bekommen in diese Welt, die ich dann gesehen habe durch den Pastor und gesehen auch gesehen habe was so einem Geistlicher für eine Arbeit macht.
00:22:36: Und sowas funktioniert.
00:22:38: und zu der Geschichte wird auch gelesen in München, Stuttgart, Frankfurt oder Leipzig oder völlig egal.
00:22:45: Das ist auch egal wer das im Gefängnis ist.
00:22:48: So entstehen bei der Geschichten von der...
00:22:54: Genau!
00:22:57: Da ist einer bei uns, der kommt aus der Gemeinde und ist ICE-Logführer.
00:23:02: Ja, das ist da super!
00:23:04: Da kann man ihn mal begleiten.
00:23:05: oder der Gefahrenhut-Lockführer?
00:23:12: Ja, dann war das auch so eigentlich weil er hielt dann ein Taubeslog an hinter uns waren, also dahinter waren dann Waggons mit Befahrglütern und irgendwann hat er gesagt ja ich könnte hier auch das Rollo runterziehen weil die Locomotive erkennt die Signale auf zehn, zwölf Kilometer.
00:23:37: Aha!
00:23:38: Das heißt ich könnte mich da auch hinstellen.
00:23:41: Also wir können die Plätze tauschen und dann könnte ich Lok fahren?
00:23:48: Ja meint er Äh, das sei
00:23:51: möglich.
00:23:52: Ach und er hat gesagt dann machen wir es doch mal einfach was will ich sehen?
00:23:56: Dann muss sich da mal den Druckmann scheitern einmal rechtzeitig.
00:23:59: Und dann bin ich so durch den Landkreis Diepols gefahren die Rutschbahn Richtung Münster.
00:24:06: Er hatte auch eine Ausbilderbefehlung glaube ich gehabt.
00:24:10: Und da war es dann möglich und dann habe mir das gezeigt und ich sage also er hat ja alles begleitet usw.
00:24:15: Also ja nichts passiert Und das war alles abgesprochen mit den entsprechenden Pressestellen und so weiter.
00:24:22: Ja, das war meine Lieblingsgeschichte eigentlich weil ich Züge mag.
00:24:26: Ich mag Eisenbahnen und ich mag auch Berichterstattung darüber zu und ich gehe dann immer von Leuten aus die aus der Region kommen und das ist Lokaljournalismus und so eine Geschichte wird auch gelesen wird auch gelesen, sonst wo.
00:24:40: Also man interessiert sich für solche Leute und dann ist der, dann ist es völlig egal ob einer nun aus Weyen kommt oder aus sonst irgendwie aber... Weil ist für mich da ja der Narbe der Werk gewesen und dann gucke ich natürlich dann auch was diese Leute so machen.
00:24:54: Ist das nicht manchmal für dich so eine Belastung dass du über Leute schreibst die du ständig triffst?
00:25:01: Naja also überhaupt nicht!
00:25:05: Ich glaube, jeder normalen, den man so trifft, der ein geregtes Leben führt.
00:25:13: Der ist für mehrere Geschichten gut.
00:25:15: Viele haben anderes Hobby vielleicht, ein kurioses Hobby vielleicht.
00:25:23: Dann haben die Erlebnisse und irgendwas erlebt.
00:25:28: Man muss hat ihm gezielt und gut fragen und das Besondere... Rauspellen und dann kann man wirklich tolle Sachen.
00:25:40: Erzählen.
00:25:40: manchmal muss ich da sitze sich da eine Stunde stelle ich nur fragen und denke was auch so doll ist das jetzt ja nicht erzählen, ich fahre weiter und irgendwann kommt dann das Gutes raus.
00:25:53: Gab's eigentlich mal ne Geschichte von der du bedacht hast die müsste ich wirklich schreiben Auch wenn sie unbequem ist, wo du wirklich gedacht hast im Vorfeld.
00:26:05: Also wenn ich die jetzt morgen... Wenn wie morgens verhörtelt ist dann kann das für... Dann kriege ich einen Anruf von demjenigen oder derjenigen über die ich da schreibe?
00:26:15: Ja, das passiert ja sehr häufig also gerade im Lokalen.
00:26:19: Also unangenehm ist es dann, wenn die Leute was Falsches gemacht haben oder in einer Verwaltung und sich tendern an Grunde genommen alle Amtsleiter Bürgermeister, ich kenne die Sachbearbeiter und also als erste Stufe Zweite.
00:26:35: Also so und da passiert irgendwas ja und dann wollen die Leute darüber nicht reden und das ist natürlich erstmal nichts nicht schön.
00:26:47: Das passiert sehr häufig und deshalb gibt es jetzt auch diese Pressestellen dass Anfragen immer nur an die Presse Stellen reingehen oder wieder rausgehen.
00:26:58: man hat nicht mehr die O-Tschöne von den Verwaltungsmitarbeitern, die ich sonst halt immer... Früher hab' ich dir einer Stripel und hab' gesagt was ist denn hier eigentlich?
00:27:09: Und neulich hast du noch so und so gesagt.
00:27:12: Aber jetzt so!
00:27:14: Ja also aber deshalb sind es sehr viele unbequeme Sachen das gilt eigentlich dazu.
00:27:18: aber richtig große Sachen habe ich auch gehabt Kaserne verkauft Munition inklusive.
00:27:26: Da hab ich die Bundeswehr dann gefragt, ja was war das jetzt damals hier Luftwaffe oder war das her?
00:27:33: Und auf ne vierundzwanzig Stunden Anfragen konnten wir nicht mal sagen, was das war.
00:27:36: Das fand ich schon ein bisschen doof.
00:27:39: Merkwürdig!
00:27:40: Ja weil ich die der Bundeswehr anders erlegt habe... Ich bin selber hier in den letzten Dienstgrad Oberleutnant der Reserve.
00:27:46: da hab' ich mir eine andere... Hab' ich's mehr anders gewünscht denn da muss man auch irgendwelche Akten haben.
00:27:51: Nee, war aber nicht so.
00:27:52: Und letztendlich sind dann über das, ähm ... Sind dann Kaffee gerollt.
00:27:59: Es gab Umbesetzungen im Vermögens-, Bundesvermögensamt.
00:28:04: Weil es da nicht umgelaufen ist offensichtlich oder hier in der Rettungsorganisation betrügt die Sozialkassen auch so eine Geschichte.
00:28:11: Da haben dann die Mitglieder der Rättungs- und ehrenamtlichen Mitglieder ein paar Jahre nicht mit mir gesprochen.
00:28:17: Das Problem war damals Das ist eine Rettungswache, oder es gab vier Rettungswachen in verschiedenen Orten.
00:28:27: Und da wollten arbeitslose Rettungen-Sanitäter, die wollten arbeiten und dann hat die Organisation gesagt, ja kannst du gerne machen?
00:28:37: Aber du musst jetzt noch so eine Art Praktikum machen!
00:28:40: So und das haben wir auch gemacht, wenn wir schon eine Schicht gemacht haben, das war einmal eine Vierundzwanzigstunden Schicht, Also, dann bist du durchgefallen.
00:28:53: Du hast also über den Stundensatz der wöchentliche Stundersatz bis da raus gekommen und dann hast du auch noch Denk bekommen und das war auch zu viel.
00:29:03: Und er wurde abgeseichen...
00:29:04: Das hast du alles aufgedeckt oder wie?
00:29:07: Aufgedeckte habe ich es nicht!
00:29:08: Das hat dann letztendlich das Hauptzoll an gemacht aber letztendlig war das dann so dass was rausgekommen ist dass das mit Wissen und wollen.
00:29:22: der Verantwortlichen von diesem Rettungsdienst wurde dann, also wurde abgerechnet.
00:29:29: Mit über Oma, Opa, Onkel, Bruder, Tante so ungefähr.
00:29:33: Und das geht natürlich nicht.
00:29:34: Das nennt man Sozialbetrug.
00:29:36: Und da bin ich als Strafrechtler dabei auch dabei.
00:29:38: Ich habe mal Rechtswissenschaften studiert oder abgeschlossen.
00:29:42: Oder denke ich, sowas macht man einfach nicht.
00:29:44: Und die haben es aber gemacht, die waren da nicht exakt genug.
00:29:49: Das hätten wir auch anders lösen können.
00:29:51: und heute was ist nach meiner Geschichte passiert?
00:29:55: Ich habe auch noch für ARD Monitor und Frontal einundzwanzig damals auch etwas gemacht.
00:30:01: Die haben jetzt die Praxis geändert und also das ist auch schon ein bisschen paar Jahre her, aber es ist jedenfalls so dass zurzeit alle Leute fest angestellt sind Und das ist ein super Arbeitgeber geworden.
00:30:13: Die Leute sind wirklich, die Leute sind zufrieden und so muss es doch sein.
00:30:17: Das hätte man damals auch gleich machen können.
00:30:19: aber nee, die haben's anders gemacht.
00:30:22: oder der selbst entzündende BMW Z III.
00:30:26: Das war auch so eine Geschichte.
00:30:28: Auto wird abgesteckt.
00:30:30: Das ist ein Zweisitzer wo hier das Verdeck, das Cabrio-Verdeck auf und zu geht.
00:30:41: Das ist das Kabel hinter dem, also die Batterie setzt hinterm Fahrer.
00:30:47: Und dieses Massekabel hat überhaupt keinen Kadekanal gehabt und kein Schutz, keine Schutzummandelung so großartig.
00:30:57: Dann verdeckt auf zu, auf zu... Da gab es eine Quetschung.
00:31:04: Irgendwie ist dann das Pluskabel an die Masse gekommen und wurde es immer heißer.
00:31:10: Und wie sich im Gerichtsprozess da einen Menschen rausgestellt hat, war die Hutablage da super brennbar.
00:31:19: Obwohl im Grunde genommen CSNN hat, ist alles nicht flammbar, bar aber nicht so.
00:31:25: Ich habe dort gelernt, wie man Krisenkommunikationen macht Und dieser Prozess hat sechs Jahre gedauert, vor allem von dem Ereignis bis zum Ende.
00:31:35: Die Familie hat es recht bekommen.
00:31:38: Allerdings ... seinerzeit habe ich gemerkt die Spiele immer auf Zeit.
00:31:44: Ich hab da mal Anfragungen gestellt und dann hat man gesagt ja, ich brauche eine Antwort bis bis achtzehn Uhr bis Redaktionsschluss.
00:31:55: Da hat nie jemand vor achtzehn Uhr angerufen und irgendeine ...
00:32:03: Sag noch mal kurz, das war bei dir im Ort?
00:32:07: Ist es passiert mit dem Carreo?
00:32:10: Ja genau.
00:32:10: Der hat in der Familie das Auto in einen Carport gestellt, zwar im Jahr zweitausend.
00:32:20: Und sind den Schlafen gegangen und nachts brannte ich das Carport eins, dann brannte es Carport zwei.
00:32:27: Und Großalarm, dass die Flammen drohten auf das Haus überzugehen, auf die ganze Siedlung vielleicht auch noch.
00:32:35: Da waren dann Hundertzehn Feuerwehrleute und die dann den Brand gelöscht haben.
00:32:41: Du warst vor Ort?
00:32:45: Wie bist du auf die Zuge der Geschichte gekommen?
00:32:51: Da ich ja Rechtswissenschaften studiert habe, hab' mich natürlich den Rechtsanwalt kennengelerst.
00:32:56: Auch ein Juristin, den ich so kenne.
00:32:57: Ich hab damals mit Thomas Röwekamp studiert und bei Andreas Bubenschulte, unseren jetzigen Bundesratspräsidenten ... Bei denen hatte ich BGB-Tutorial um.
00:33:09: Man hört sich da irgendwie... Und dann hab ich dann mal so gesagt, was hast du denn gerade so?
00:33:15: Dann hat er mir diesen Fall erzählt.
00:33:17: Wir berichten und dann habe ich dann erst in der Zeitung berichtet.
00:33:22: Dann bin ich zu Randgebränen gegangen und gesagt, Mensch wollt ihr nicht diese Geschichte auch machen?
00:33:27: das könnte größer sein.
00:33:28: Ja und dann haben die dann die Recherchen benommen und meine Geschichte nachgedreht also quasi... Genauso da, wo ich Fotos gemacht habe und mit dem Rechtsanwalt.
00:33:39: Und dieser Handel genauso gemacht nur halt eben fürs Fernsehen.
00:33:42: Das fand ich gut.
00:33:43: Ich sag, siehst du?
00:33:44: Dann kann das ja nicht so verkehrt sein dass sich da noch mal also das läuft das läuft immer vom Lokalen aus und Du kannst immer für alle möglichen Leute auch interessant was machen.
00:33:58: also Du musst es nur richtig, du musst die Geschichte anschauen.
00:34:02: Es geht immer darum ist es aktuell und das ist relevant.
00:34:07: Über die Grundhaltung ist natürlich da.
00:34:11: Du musst immer gucken dass es trocken bleibt.
00:34:15: also ich sage mal ein großer Kritik bin ich super sachtig, super trocken, super nüchtern?
00:34:20: Ich glaube immer dass sich die Geschichte selbst trägt.
00:34:27: Wenn man jung ist, dann sind wir das natürlich nochmal ein bisschen.
00:34:29: Also noch mal wieder zeichnen und so.
00:34:31: Die Fakten sind die gleichen.
00:34:33: aber man möchte natürlich auch eine reichsterische Überschrift haben damit der Chef relativ auslagt Mensch super gut überschrift also jetzt verkaufen uns ja nicht.
00:34:42: Wir sind ja in einer Abo-Zeitung.
00:34:44: Aber ich denke das müsste auch gut sein wenn man es verkauft.
00:34:50: Es würde sich heute eher einen Ton tiefer machen sozusagen.
00:34:56: Wir leben ja in einer Zeit, in der das Vertrauen im Medien gerade vielleicht auch in den Lokaljournalismus auf dem Prüfstand steht würde ich mal sagen.
00:35:09: Du weißt so Begriffe wie Fake News, Medienkritik Menschen die sagen dem glaube ich nicht mehr.
00:35:18: Wie erlebst du dass?
00:35:19: sie begegnet ihr Misstrauen direkt?
00:35:23: von Leserinnen und Lesern.
00:35:25: Ja, ja...
00:35:27: Und wie zeigt sich das?
00:35:29: Also es sind alles Leute die nicht die Zeitung und Abo haben.
00:35:33: also ich glaube die Leute haben kein verlässliches Medium was auch eine hohe Glaubwürdigkeit hat und gehen davon aus.
00:35:44: Das heißt sie lassen sich ja von Internetblasen Es ist Social Media und es sind bestimmte die, ich sag mal bestimmte Intentionen haben.
00:35:56: Und warum staffeln die Leute auf?
00:36:00: Also das ist jetzt eine Frage, die einfach Kinder, sie wollen ja etwas damit bezwecken.
00:36:07: und wenn ich dann diese Leute sehe, dann denk ich auch was denken wir nicht so wie ich schreibe und dann bin das bei mir, wenn ich irgendwo recherchiere sage ich mache immer von allen Leuten über die ich schreibe irgendwie ein Bild.
00:36:21: Und ich habe jetzt gerade so eine Geschichte erfunden, die läuft eigentlich seit Corona Parkplatzgeschichten nenn'nicht.
00:36:26: Das ist ne Umfrage letztendlich.
00:36:30: Ich hab festgestellt dass du umfragen bitte schön nicht vor einer Supermarkt-Tür machst.
00:36:37: also die Leute wollen gehen rein und haben keine Zeit und gehen raus und haben auch keine Zeit.
00:36:43: wo aber Zeit ist auf dem Parkplatz?
00:36:46: Ich schanke die Leute auf den Parkplatz an und sag Heute können Sie was machen und was erzählen, und Ihre Meinung mal kundtun.
00:36:54: Und dann erkläre ich Ihnen auch, dass ich auch gerne ein Foto mache, Vorname, Nachname Alter oder dann der Ortsteil.
00:37:00: Also es gibt ja eine Gemeinde und da gibt es Ortsteile in dieser Gemeinde.
00:37:03: Und dann erzähle ich mir das auch, weil es nachprüfbar ist.
00:37:11: Also ein Leser trennt ihr da klingeln und sagt ja hast du das genauso gesagt?
00:37:14: Ja dem siegigen Schritt habe ich das genau so erzählt.
00:37:17: Der hat das auf wunderbar geschrieben aber ich hab den noch drei Absätze mehr erzählt.
00:37:22: So viel Platz hat er wahrscheinlich nicht gehört.
00:37:25: Also wenn man zu schnacken kommt, dann erzählen die viele und plötzlich erzählen ihn auch über ganz andere Dinge, die auch nochmal in die Zeitung müssen sein.
00:37:32: Nee, nee, nee... Das ist gar nicht das Thema!
00:37:36: Also wir haben jetzt zum Beispiel heute ist eine Geschichte drin, da geht es um Freitag dem Dreizehnten.
00:37:43: Mythos oder ist da was dran?
00:37:47: Und da haben einige Leute gesagt ja also wenn man gut plant dann braucht man nicht das Schicksal heraus zu fordern und das hat auch einer so als Zehn.
00:38:00: oder ich sage auch das würde ich auch so sehen.
00:38:02: nur wenn man sich eben nicht vorbereitet Dann gibt's eine Bauchlandung, also ein Pilot muss ich auch mal vorbereiten.
00:38:08: Vor jedem Flug und vor jedem Start muss man die Sachen checken und vor jeder Landung muss man auch bestimmte Dinge machen.
00:38:15: Und wenn er diese Checkliste nicht abarbeitet sondern... Ich fliege einfach mal so wie ich denke ja dann hat das mit Schicksal nix zu tun.
00:38:21: es hat noch nicht Freitag dreizehn zu tun sondern mangelhaft der Vorbereitung.
00:38:25: Das war nur die Botschaft dieses Artikels für heute.
00:38:28: also aktuell ist es relevant.
00:38:30: Ich habe an einem der letzten Freitag den Dreizehnten gelernt, dass man an diesem Tag besonders leicht Arzttermine bekommt.
00:38:38: Da gehen die Leute nicht hin!
00:38:40: Ja, das ist dann eine statistische Geschichte.
00:38:44: Ich denke genau so gut könnte man auch sagen ja wann hast du also wann sind die Arztpraxen?
00:38:52: Das ist schon wieder ne Story, wer auch immer das jetzt hier hört und sagt ich brauche jetzt ein Thema.
00:38:57: Ein Thema wäre man fragt jetzt die örtlichen Ärzte und sagt ja wann haben wir noch Konjunktur an welchem Wochentag und warum?
00:39:05: Und vor allen Dingen Ja, man kann ganz bestimmt machen sozusagen.
00:39:11: Der nächste Freitag-Dreizung ist glaube ich erst im August nächsten Jahres oder so.
00:39:17: Also die sind ja nicht mehr und... Aber gut es gibt andere Termine zum Beispiel WM oder irgendwas Sportereignisse oder keine Ahnung, irgendetwas.
00:39:27: Also das kann man auch machen, raus hin.
00:39:29: Das war's!
00:39:30: Das Beispiel mit der Umfrage auf dem Parkplatz Die Serie, die du da geschaffen hast, das finde ich ja ist ja ein Beispiel, dass trägt schon dazu bei dass du Vertrauen aufbaust, ne?
00:39:40: Dass die Leute dich kennen wissen von wem kommst du.
00:39:44: Dass sie so einen direkten Draht aufbauen können zu dir.
00:39:46: Alles nachprüfbar!
00:39:47: Also und da kam auch einer... ich hab gern ein Presseausweis gesehen.
00:39:55: Wissen Sie überhaupt wie so ein Pressauswachs
00:39:56: aussieht?!
00:39:58: Errichtige!
00:40:00: Und dann habe ich ihm das erklärt.
00:40:02: er sagte ja sei bei der Bundespolizei ist okay.
00:40:06: Und ich hab mich sehr gefreut, dass ich so einen kritischen Nachfrage hatte.
00:40:10: Weil ich gesagt, genau!
00:40:11: So muss man's machen!
00:40:11: Seid kritisch!
00:40:12: Ja... Dann habe ich den nochmal gezeigt dürfen welche Sicherheitsmerkmale der echte Presseausweis hat, der zum Beispiel vom deutschen Journalistenverband rausgegeben wird oder von der Deutschen Journalisten-Union, also Kamauferdi und noch ein paar anderen.
00:40:31: Da ist z.B.
00:40:32: auch so'n Passus drin das die Innenministerkonferenz Der Länder bittet die Inhaber dieses Ausweises dann hinter einer Polizeiabsperrung da durchzulassen, weil Journalisten so wie wir das beruflich machen oder berufliche machen eine öffentliche Aufgabe erfüllen.
00:40:53: Und da muss man auch eben durch und es gibt ja auch so Fake-Ausweise.
00:41:02: Die sind da auch im Umlauf und im Polizist weiß es nicht immer, ob das ein richtiger ist oder nicht.
00:41:08: Wie gehst du eigentlich mit Fehlern um, Segi?
00:41:13: Wenn etwas falsch war wenn dir ein Fehler unterlaufen ist was mit Sicherheit auch schon mal passiert ist... Ja!
00:41:21: Wie gehste damit um?
00:41:22: Was passiert dann?
00:41:25: Das sagt der Pasekodex den es gibt.
00:41:30: Die Zeitung haben seinerzeit, also in den Anfängen der Bundesrepublik.
00:41:36: Haben sie die Zeitungen ja zusammengeschlossen?
00:41:38: Die Mengenerstaltung sagt so wie geht man tatsächlich mit Fehlern und wie korrigieren wir etwas?
00:41:43: Also soll der Staat Einfluss nehmen oder kriegen das selber irgendwie hin?
00:41:48: Und dann haben die sich einen Pressekodex gegeben und das ist eine Art Verhaltenskode.
00:41:53: Das kann man ja Google nochmal reingucken usw.. Da wird beschrieben dass man halt eben Wie man ein Fehler korrigiert indem man zum Beispiel der Zeitung dann druck ich halt eben ab.
00:42:06: Ja, hat nicht das gesagt sondern dass gesagt oder B. Das war so und es waren nicht die Straße sondern andere Straße oder was auch immer.
00:42:14: also ich glaube jeder Fehler der ist nicht schön.
00:42:22: wenn man so einen Fehler macht Wie geht es dann auch erst mal nicht gut?
00:42:27: Das hätte man auch alles schön vermeiden können.
00:42:30: Aber das passiert im einfachen Gefecht ist normal und aber den liebsten Korrektur, Meldung oder eine Korrektor Geschichte usw.
00:42:38: Und dann ist es also wie ich gehe da sehr offen mit um und ich schreibe da auch komplett meinen Namen dorthin oder mein Zeichen und nicht ja es wurde irgendwie technische Panne oder so.
00:42:48: nee Ich habe was falsch gemacht!
00:42:50: Ich hab's verborgt!
00:42:51: So muss man auch die Konsequenzen.
00:42:54: Was soll mir schon passieren?
00:42:55: Also ich habe einmal Airbag mit CK geschrieben, weil ich das nicht wusste.
00:43:00: Da war ich noch im Volontariat und da hab' ich gedacht, ja klar wenn der Airbag auslöst, schleuert dich ja sehr zurück in den Sitz!
00:43:12: Airbag, ne?
00:43:13: Zurück.
00:43:15: Dass das aber auf einem Sack zu tun hat also was auf dem Sack ist... Ja, okay.
00:43:20: Das wusste ich dann auch nachdem der damalige Chefredakteur mich einmal aus dem Glaskasten herzitiert hat und zwar mit blautem Gebrüll.
00:43:28: Dann wusste nicht nur ich das sondern auch alle anderen wie er weggeschrieben wird.
00:43:34: Aber jetzt macht man andere Fehler aber das ist mal menschlich.
00:43:37: heute lache ich da drüber und ich wusste auch an dem Tag ja heute ist es doof Morgens ist auch noch doof, aber in spätestens ein paar Wochen ist das nur noch eine Randnote über die wir als Running Gag lachen.
00:43:52: Ja man vergisst aber solche Fehler trotzdem nicht ne?
00:43:55: Sein Leben langen.
00:43:57: Nein!
00:43:59: Man kann überlachen und nur durch Fehler lernt man auch mehr... Also ich probiere mich aus und wenn es nicht gut ist dann entschuldige ich mich auch.
00:44:09: also da rufe ich dann auf die Leute an und sagt sorry, das ist nicht gut gelaufen.
00:44:16: Man denkt mal ja, dass man richtig handelt.
00:44:17: Und man handelt doch nicht richtig!
00:44:19: So dann muss man auch den Mummenhahn zu sagen Sorry, tut mir leid.
00:44:22: Da bitte ich doch um Oberschuldigung.
00:44:26: Also man vergibt sich da nichts.
00:44:28: Ich schätze dich ja Siggi als echt ehrlichen tollen Gesprächspartner macht mir echt Spaß mit dir zu sprechen und ich kenne dich als jemand der für den Glaube kein Privatvergnügen isst sondern der das in seinen Alltag auch in seine Arbeit mit einbringt.
00:44:46: Und ich finde es mutig, in einer Medienwelt die Glaube manchmal lieber unter den Tisch kehrt so wie ich das zu sehe.
00:44:54: Sag mal spielt dein Glaube in deiner journalistischen Arbeit eine Rolle und wenn ja in welcher Form?
00:45:01: Also das hat's schon immer eine Rolle gespielt.
00:45:07: Also gut, kirchliche Projekte sehe ich dann und habe wohlwollende Blick darauf.
00:45:13: Aber ich sehe auch die Geschichten von Projekten, von Leuten, von Porträts, sozusagen von den Menschen, dass ich mir die Zeit nehme oder ich möchte es sehen.
00:45:26: Und übrigens auf Leute, die nicht Christen sind oder erst auf der Suche sind... Die können das auch sehen, wenn sie sich die Zeit nehmen.
00:45:35: Weil da ganz tolle Menschen sind und die tolle Projekte machen
00:45:38: usw.,
00:45:39: nur die schreiben nicht und sagen ich hier, hier, her... Sondern die sind alle super bescheiden.
00:45:48: Und durch das laute Getöse ist es so schlimm und schlecht, wir müssen alle Angst haben.
00:45:54: Dann sieht man das gar nicht, dass es da was nettes gibt.
00:45:58: Man kann immer über Kirche berichten aber nicht nur ... Journalisten sind keine Protokollanten.
00:46:04: Oh der Pastor macht ja irgendwas!
00:46:08: Wir müssen gucken wie der Gottesdienst.
00:46:12: Ich weiß ja, was der als Predator gemacht hat.
00:46:14: Also sowas natürlich nicht sondern es geht darum tatsächlich Projekte um Haltung so etwas halt eben.
00:46:19: da kannst du das kannst du immer machen.
00:46:21: Und ich habe bisher auch noch nie gesehen und gehört, dass irgendeiner von den Kollegen sagt, nee so was kannst du nicht machen oder so.
00:46:29: Das ist ja Glaube oder so... Nee!
00:46:31: Wenn Du eine Geschichte über Menschen interessant erzählst es ist völlig egal ob die sozusagen aus der Kirche kommen, ob sie aus einer Partei kommen oder sonst irgendwie.
00:46:43: das ist völligegal.
00:46:45: Und ich natürlich sehe dann also einmal, ja ich hab so zwei Leitsprüche suche der Stadt bestes.
00:46:52: Da geht es halt eben darum dass man guckt was kann man für die Leute vor Ort Gutes tun?
00:46:57: und wie kann ich auch mal Mutmacher Geschichten sagen machen nicht aufhauen oder Kritik usw.
00:47:05: Auch in einem Lieblingsspruch ist hier bei Joshua keine Angst vor niemanden, keine Angst für Riesen und Ungereiern oder was weiß ich.
00:47:13: Oder ein Bürgermeister oder wen auch immer – Ich habe da keine Angst dazu!
00:47:18: Man muss Respekt haben ja man muss die Leute nehmen so wie sie sind aber man ist nicht besser dran oder sonst irgendwie sondern man muss seine Arbeit machen Fragen stellen Gucken, was rauskommt noch mal nachfalten und so weiter.
00:47:33: Und wenn man sagt ich verstehe das nicht dann muss man sagen ich versteh das nicht.
00:47:36: kannst du mir das mal bitte erklären?
00:47:38: Also ich habe bisher noch nie richtige Probleme gehabt.
00:47:44: Muss man mal so sehen und ich finde dass also glauben und medien... Das stießt sich überhaupt nicht aus!
00:47:54: Seinerzeit war es auch so als ich beim kristin will, im Jahr zwei war das schon lange her.
00:48:00: Da hab ich da eine Titelgeschichte gemacht mit allen möglichen Fotos, die ich bei irgendwelchen Vorbereitungstreffen da gemacht habe.
00:48:09: Aber es waren geile Bilder wo die Menschen dann auch mitgemacht haben und nicht so langweiligen Gruppenbilder oder dies sondern sie haben sich schön hingestellt und es gab also tolle Perspektiven und die haben damit gemacht!
00:48:22: Und das muss man mal so sagen... Also wenn die Qualität stimmt kannst du auch über Kirche locker geile Geschichten machen.
00:48:31: Guter Punkt, guter Punkt.
00:48:32: Richtig wenn die Qualität stimmt ne?
00:48:35: Ja stimmt
00:48:36: Gut guter punkt Zigi.
00:48:38: Ich möchte zum Schluss Möchte ich den Ton ein bisschen wechseln weg von den großen Fragen hin zu dem was Dein Alltag manchmal einfach nervig macht oder in Was sich auch zweifeln lässt.
00:48:54: zg.
00:48:56: Sag mal was nervt dich an der Medienwelt?
00:48:58: ganz ehrlich ... am Lokaljournalismus.
00:49:02: Gibt es da was, was dich echt nervt?
00:49:05: Ja!
00:49:06: Also nicht nervt ist das.
00:49:09: sowohl ARD und ZDF... Ich gucke ja immer über das Internet.
00:49:16: wenn ich nicht im Livestream bin und ich sehe die Nachrichten angucken dann sehe ich aus rechtlichen Gründen können wir die und die Bilder nicht zeigen.
00:49:23: Da denke ich wunderbar, da sehe ich halt eben schon in den Fernsehstream Und es ist nicht möglich, da mal den Fotografen des Vertrauens zu nehmen.
00:49:33: Da haben ein paar Bilder draufzulegen.
00:49:34: Von jedem Sportereignis gibt es eine Unzahl von Bildern.
00:49:38: Hier nochmal Werder Bremen.
00:49:39: Da gibt's den Andy Gums.
00:49:42: Das ist ein guter Freund von mir Ein wunderbarer Werderfotograf Und so.
00:49:49: und dann sehe ich plötzlich in der Tagesschau, wie wer dann gespielt hat.
00:49:52: So aber dann kann wieder aus rechtlichen Gründen kann man das nicht sehen.
00:49:56: Ich weiß doch was er für Fotos gemacht hat?
00:49:58: Da muss man halt eben sagen wenn der Name x und y kommt, der Torwart oder der Stürmer, da muss man eben das Bild über den Ton legen.
00:50:06: Das kann man doch machen Und das finde ich ein bisschen, das find ich dumm.
00:50:10: Das nervt mich weil wenn ich im Livestream bin und ich dann zwei Stunden zurückgucke oder drei oder was ist da also je nachdem wie es geht... Dann läuft das Ganze.
00:50:23: aber das ist ja auch ja mal auf hohem Niveau.
00:50:26: Ich finde dass die Akzeptanz von Fake News, Von lautstarkende Töse, Dass man nicht mehr wissenschaftler hört Und dass das Wahrheiten verrückt werden und das Unsagbares, was plötzlich so was salonfähig ist.
00:50:48: Das alles, das nicht widersprochen wird.
00:50:50: Das halte ich für sehr nervig und auch schlimm und eine Gefahr für die Demokratie.
00:51:00: nicht hungrig sind auf richtige Nachrichten.
00:51:03: Also nochmal zur Zeitung, wenn ich irgendwas schreibe... Ich kann das geschrieben und gedruckte Worten nicht mehr zurücknehmen!
00:51:09: Ich kann verklagt werden, der Chef-Aktur kann verklagt werden ,der Verlag kann verklagt werden und auch der Verleger sozusagen.
00:51:19: Und du kannst als Betroffener der allen möglichen Leuten mir und allen anderen den Streit verkünden.
00:51:26: So würde man das wahrscheinlich machen Und da denke ich auch,
00:51:30: hm.
00:51:33: Und anderswo bei Instagram oder irgendwie sowas.
00:51:36: ja, da erzählen die Leute was sie wollen und das wird nicht belallt.
00:51:43: Da könnte die Politik vielleicht mal einfach sagen gut dann wenn jemand etwas Falsches sagt Kann man sagen, gut, den glaube ich das.
00:51:54: Und wenn sich das als falsch herausbeißt vor Gericht, dann müssen die halt Chancelser zahlen.
00:51:59: Wenn sich das nicht richtig erweist.
00:52:03: Das passiert nicht aber manchmal wünsche ich mir nichts.
00:52:08: Also du sagst ja was nervt mich.
00:52:09: also das sind die Sachen und dass die Leute nicht widersprechen und dass das Lautstärke zunehmend Argumente ersetzt Und das finde ich sehr schade.
00:52:30: Abschlussfrage lieber Sigi!
00:52:33: Sag mal, was sind deine fünf wichtigsten Learnings aus deinem Leben als Profilokaljournalist oder Profi-Journalist?
00:52:46: Deine wichtigsten learnings aus der Medienwelt... Was würdest du da
00:52:49: sagen?!
00:52:51: Eigentlich haltung sein mutig ist zum beispiel wichtig.
00:52:56: also du hast eine idee verfolgt sie und je besser die idees wirst auf leute treffen die sagen ich möchte es.
00:53:05: Ich will das nicht.
00:53:06: es gibt immer tausend dinge warum etwas nicht funktioniert.
00:53:09: also, ich kann ja aus dem stand zehn fragen einfallen lassen und jemanden so viel fragen stellen so grillen dass der denkt also nee das ist das projekt das geht sicher wie die hose.
00:53:20: Also theoretisch jetzt.
00:53:21: Ich finde, nächster Punkt geht die extra Meile.
00:53:28: Wenn man für etwas brennt, egal ob das im Journalismus ist oder auf dem Radio ist, Fernsehen, Social Media, whatever, dann kann man auch gerne mehr machen.
00:53:40: und ich habe einen Chef relatively gehabt der ist jetzt in Rente gegangen Und da habe ich gesagt, ich möchte gerne eine Grundgesetz-Beilage machen.
00:53:50: Firmsechzig Seiten zum Grundgesetzgeburtstag und sagt ja, nee das schaffen sie nicht.
00:53:55: Wie?
00:53:55: Das schaffe ich nicht!
00:53:56: Natürlich schaffe Ich das.
00:53:57: Also ich glaube der wollte mich dann ein bisschen titzeln und hat mich dazu Höchstleistungen angetrieben.
00:54:03: oder bin ich mehrere extra Meilen gegangen und rausgekommen ist ein beispielloses Heft was es so in Deutschland glaube ich von einer Zeitung nicht gegeben hat wo man Grundgesetzartikel sehr lokal berichtet, also darstellt von Leuten vor Ort.
00:54:22: Und die Leute, die aus der Region, aus unserer Verbreitungsgebiet kommen und das ist die extra Meile.
00:54:32: Das nächste Learning... immer sachlich bleiben, auch gerade wenn es kritisch wird.
00:54:36: Also man möchte ja immer noch mal... also hier den Scheinlöcher drauflegen, da was besonders schlimm ist oder so.
00:54:45: Nein nein nein!
00:54:46: Die Geschichte spricht für sich und das nächste Learning finde ich dass die Nähe zu Menschen ist unbezahlbar.
00:54:59: Man kann kein Journalismus machen über über Social Media oder so, dass man irgendwas da auswertet und das dann in der KI irgendwas auswertelt.
00:55:10: Das funktioniert so nicht weil die Geschichten teilweise ja nicht echt sind nur echte Menschen, echte menschen sozusagen... Ja, über die kann man schreiben und die erzählen auch echte Geschichten Und alles andere, da weißt du nicht ob das eben in einer KI, also nicht in einerKI sondern eben den In den Foren, ob das alles echt ist oder ob da stimmt.
00:55:36: Klar!
00:55:39: Und du siehst auch nicht die Mimik und alles Mögliche.
00:55:41: also man kann nicht hier am Schreibtisch sitzen und da irgendwas... Das funktioniert nicht.
00:55:46: Du musst rausgehen und du musst auch die Leute fragen und sowas.
00:55:52: Du kriegst auch ein- oder zweimal immer oder auch öfter Absagen.
00:55:56: Also so'n Parkplatzgespräch dauert bei mir vier Stunden sechs leuten treffer aber ich habe auch acht leute die sagen mit ihr will ich nicht reden.
00:56:10: Muss man eben wenn man durch die fordertür rausgeworfen wird geht mal wieder rein ist okay, nichts und ich weiß jetzt mittlerweile auch schon wenig ansprechen kann und wem nicht?
00:56:21: und dann es ist wahrheit und verantwortung das ist die kern der kern des berufs.
00:56:28: also was kann man auch übertragen?
00:56:31: ganz Viele andere Bereiche.
00:56:36: Diggi, Abschlussfrage unseres Podcasts, die ich dir jetzt stelle
00:56:43: gab es
00:56:44: einen Text ein Buch Ein Format das deine persönliche Sicht auf die Welt verändert hat.
00:56:53: Das kannst du jetzt nennen
00:56:55: Nein Es gibt so was nicht
00:56:58: Gibt's nicht.
00:57:02: Also ich kann natürlich sagen die Bibel so vielleicht.
00:57:07: Dann würde ich sagen, die Gesetzesamlung.
00:57:11: also als ich vor allem gefangen habe Jura zu studieren und dann hab' ich mir die Gesetze angeguckt das BGB und natürlich auch das Grundgesetz.
00:57:22: Ich bin ja ein Superfan von unserem Grundgesetz was unsere Verfassung ist Und dann auch die Präambel vor Gott und den Menschen, das da der Gottesbezug zum Beispiel da ist.
00:57:32: Also wenn du das so sagst sind es mehr Texte irgendwie, Text-Sammlung.
00:57:38: Es gab nicht irgendein Buch oder irgendetwas.
00:57:44: Da habe ich zu viel gelesen.
00:57:45: aber sie sind diesen Aha-Effekt... Das frage ich ja auch immer bei anderen Leuten.
00:57:49: Wann ist dir klar geworden dass du das machen möchtest?
00:57:53: Das ist ein schleichender Prozess und irgendwann ist der Zufall so, dann macht man das.
00:58:00: Also ich finde Segi deine Antwort, dass Grundgesetz die kann man absolut stehen lassen und gelten lassen ganz ehrlich total bedenkenswert.
00:58:12: Ja?
00:58:13: Der schönste deutsche Satz hat damals Christian Wulf zu mir noch zum Parner Leuten gesagt Die Würde des Menschen ist unantastbar.
00:58:23: Total Hammer!
00:58:27: Das ist ein Gesetz, also da frage ich mich manchmal was das denken die Leute eigentlich wenn sie über das Grundgesetz reden?
00:58:34: Also das ist so... Da steckt auch Poesie drin und so viel Wahrheit und Kraft und ich freue mich auf demnächst beim Tag der Deutschen Einheit in Bremen diesen Jahr im Bremen dritter vierte Oktober dass die Leute dort die Einheit feiern.
00:58:52: Und da spielt das Grundgesetz auch eine große Rolle und ich organisiere eine Medienbühne vom DHV-Bund, und wir wollen ja auch über Pressefreiheit reden, eine größere Geschichte machen.
00:59:09: also... Das Grundgesetz ist für mich wunderbar.
00:59:16: Als ich das irgendwann mal gecheckt habe, muss dann eben Anfänger des Juha-Studiums sein... ...das ist dann schon beachtlich gewesen.
00:59:27: Total!
00:59:28: Sigi, ganz herzlichen Dank für das super spannende Gespräch.
00:59:33: Du hast echt viele Dinge gesagt über die ich selbst noch nachdenken werde und ich glaube das ist so das beste was ein gespräch hinterlassen kann.
00:59:42: da geht es mir nicht anders als euch vielleicht auch dass hoffe ich zumindest.
00:59:48: Das war medienkontakt der podcast vom publikon für heute.
00:59:53: wenn euch die folge etwas gegeben hat wollen wir uns über ein abo eine bewertung oder einfach nur einen wort an uns bis zur nächsten folge und ich sage nochmal vielen vielen dank siggi schritt
01:00:07: Sehr gerne!
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